7 Tipps für das digitale Facility Management der Zukunft

Kontrollgänge und manuelle Handgriffe waren gestern. Das Facility Management der Zukunft ist digital. In welchen Bereichen das Internet of Things die intelligente Gebäudeverwaltung erleichtert, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

 

Die Ansprüche an die Gebäudetechnik von Gewerbeimmobilien steigen. Gleichzeitig wird die Nutzung individueller. Das macht die Arbeit von Facility Managern in Zukunft noch komplexer. Wie sorgen Sie für ein optimales Raumklima, bestmögliche Sicherheit und halten die Technik in Höchstform? Und das alles bei einem möglichst effizienten Einsatz von Zeit, Geld, Material und Arbeitskraft? Hier erfahren Sie, wie Sie mithilfe von Conrad Connect und dem Internet of Things Prozesse im Bereich des Facility Managements automatisieren und dadurch trotz weniger Aufwand bessere Ergebnisse erzielen.

Vorteile vom IoT im Facility Management

Vieles ändert sich, aber die Technik bleibt. Es gehört auch weiterhin zu den Aufgaben des Facility Managements beispielsweise Heizung und Kühlung, Luftqualität, Wasserversorgung, Zutrittskontrolle und die Zusammenarbeit mit externen Gebäudedienstleistern bestmöglich zu organisieren.

Dank funkgesteuerter Sensoren, Cloud-Plattformen und dem Internet of Things verlieren persönliche Prüfungen mit Anfahrt und manuelle Handgriffe an Bedeutung. Mit Sensoren behalten Sie die Anlage im Blick, ohne direkt vor Ort sein zu müssen. Algorithmen werten die Messdaten kontinuierlich aus und berichten Auffälliges sofort an die zuständigen Empfänger. Mittels Internetverbindung lassen sich dann etwa Thermostate aus der Ferne bedienen. Im normalen Betrieb sorgt eine Regelautomatik dafür, dass sich die Betriebseinstellung der Situation anpasst.

dashboard

 

Das Monitoring der Messdaten hilft nicht nur, die Steuerung zu vereinfachen, sondern erfüllt auch einen langfristigen Zweck. Dadurch, dass die Daten verschiedener Technikbereiche gebündelt auf einer Oberfläche einsehbar sind, werden diese zu einem wertvollen Schatz. Sie erlauben nämlich, Rückschlüsse aus der gesamten Gebäudenutzung zu ziehen und Optimierungsbedarf zu identifizieren.

Dadurch ermöglicht die Digitalisierung nicht nur, kurzfristig Kosten zu sparen, sondern auf Basis einer datenbasierten Strategie das Gebäudemanagement der Zukunft weiterzuentwickeln. Und zwar in diesen Bereichen:

1. Effizient und komfortabel: Richtig heizen und kühlen

Der Energiebedarf fürs Heizen und Kühlen macht einen bedeutenden Teil der Betriebskosten aus. Gleichzeitig ist dies häufig einer der Bereiche, der durch CO2-Emissionen erheblich den Klimawandel begünstigt. Indem sie den Energieverbrauch durch intelligente Maßnahmen senken, können Facility Manager somit einen wichtigen Beitrag zur Kosteneffizienz und zu den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens beisteuern.

Es gibt gute Gründe, Heizung und Klimaanlage nicht gebäudeweit mit einheitlichen Werten zu konfigurieren, sondern sie kontinuierlich an die Situation anzupassen – sei es durch das Facility Management oder durch Benutzer. Schließlich ist die richtige Wohlfühltemperatur für Beschäftigte in Büros sowie für Gäste in Hotels oder Ferienunterkünften eine höchst individuelle Angelegenheit. Außerdem sind Büros und Besprechungsräume durch den Trend zum Homeoffice nicht so gleichmäßig belegt wie früher. In beiden Fällen würden feste Zeitschaltpläne mit definierten Werten am Bedarf vorbeiführen. Nicht auszuschließen ist dabei allerdings, dass Benutzer nach dem Verlassen des Raumes vergessen, Heiz- oder Klimatechnik zu drosseln.

Sinnlos auf Höchsttouren feuernde Thermostate durch Kontrollgänge aufzuspüren, gehört der Vergangenheit an, wenn Sie stattdessen intelligente Steuer- und Sensortechnik verwenden. Bestehende Heizkörper und Klimageräte können Sie einfach durch funkgesteuerte Thermostate und externe Prüfsensoren im Zusammenspiel mit Conrad Connect „smart machen“. Das ermöglicht Ihnen, überflüssigem Energieverbrauch vorzubeugen, ohne den Komfort der Benutzer einzuschränken.

Conrad Connect and Google Calendar

 

Dadurch ist es möglich, Ferienunterkünfte oder Besprechungsräume nur dann zu heizen, wenn ein Online-Belegungsplan im Google Kalender vermerkt, dass demnächst Gäste oder Konferenzteilnehmer eintreffen. Conrad Connect stellt dann die Heizung rechtzeitig an, sodass die Räume pünktlich zur Ankunft angenehm warm sind. Nach Urlaubs- und Meetingende gehen die Thermostate wieder in den Ruhemodus. Damit Heizung und Klimaanlage auch bei Anwesenheit nicht ohne Bedarf aktiv sind, registrieren Kontaktsensoren ob ein Fenster oder eine Terrassentür geöffnet sind. Trifft das zu, drosselt Conrad Connect Wärme- und Klimatechnik, bis alles wieder geschlossen ist.

Dadurch senken Sie den Energieverbrauch, reduzieren unnötige Kontrollgänge oder -fahrten und tragen gleichzeitig zu einer Wohlfühlatmosphäre von Gästen und Beschäftigten bei.

Conrad Connect and Joan

2. Empfindliche Ware und Technik richtig kühlen

Überhitzt empfindliche Technik oder verderbliche Ware, können Schäden an die Unternehmenssubstanz gehen. Deswegen die Klimatechnik sicherheitshalber unter Volllast laufen zu lassen, würde aber die Kosten unnötig in die Höhe treiben. Eine persönliche Kontrolle ist zeitaufwendig und schließt außerdem nicht aus, dass die Kühltechnik direkt nach einer Prüfung ausfällt und erst am Ende des nächsten Intervalls entdeckt wird. Daher ist eine Balance zwischen bestmöglicher Kühlung und effizienten Personal- und Energieeinsatz gefragt.

Mithilfe von smarten Sensoren können beispielsweise Apotheken auf sehr viel einfachere Weise als bisher gewährleisten, dass Arzneimittel stets bei richtiger Temperatur lagern und dadurch nicht an Qualität verlieren. Früher mussten Beschäftigte dies von Hand ablesen und protokollieren. Heute können Sensoren die Temperaturwerte kontinuierlich an eine Cloud-Plattform wie die von Conrad Connect senden. Dadurch erreicht ein Alarm die Beschäftigten auch zwischen zwei Prüfgängen und außerhalb der Öffnungszeiten. So lässt sich schnell einschreiten, wenn die Temperatur aus dem Ruder läuft. Für ein Reporting sind die Messwerte im historischen Verlauf jederzeit exportierbar.

pharmacy solution

Auf die gleiche Weise behalten Sie die Klimatisierung von geschäftsrelevanter Technik wie Serverschränken im Blick. Funksensoren messen kontinuierlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Netzspannung. Verlässt ein Wert den Normbereich, löst dies eine Benachrichtigungsregel auf der Plattform von Conrad Connect aus. So erfährt technisches Personal umgehend davon, dass ein Eingreifen nötig ist. Weil sich die Messdaten auf dem Smartphone einsehen lassen, können IT-Fachkräfte schon auf dem Weg zum Serverraum Gegenmaßnahmen vorbereiten. Der Einsatz der IoT-Technik ermöglicht, die Serverräume nur so stark zu klimatisieren wie nötig und überflüssigen Energieeinsatz zu vermeiden.

server room solution

 

3. Warmes Wasser ohne Risiko: Legionellen clever vermeiden mit IoT

Legionellen stellen im Trinkwasser ab einer bestimmten Konzentration ein erhebliches Risiko für die Gesundheit von Gästen, Mietern und Beschäftigten dar. Weil sich die Erreger in lauwarmem Wasser vermehren, muss die Trinkwasseranlagen immer für eine ausreichend hohe Temperatur sorgen. Ob das der Fall ist, lässt sich bisher nur als Momentaufnahme mit einem persönlichen Kontrollgang feststellen. Mit intelligenten Funksensoren und Algorithmen auf der Plattform von Conrad Connect können Sie stattdessen die Wassertemperatur rund um die Uhr überwachen – ohne personalintensive Prüfung vor Ort.

Legionella

Bei den Sensoren handelt es sich um handelsübliche Technik. Daher sind die Investitionskosten minimal. Sie können die Sensoren sogar selbst installieren und brauchen dafür keine Experten anzufordern. Die Messdaten lädt der Temperatursensor automatisch zu Ihrem Konto bei Conrad Connect hoch. Dort können Sie den Temperaturverlauf jederzeit in einem Dashboard einsehen. Weicht die Temperatur von der Norm ab, informiert Sie Conrad Connect automatisch, sodass Sie umgehend Schritte einleiten können.

Auf diese Weise erkennen Sie etwaige Probleme schon in einem frühen Stadium und erhöhen die Sicherheit für Ihre Gäste, Mieter und Mitarbeiter. Trotzdem behalten Sie alles selbst im Griff und machen sich unabhängig von einem Prüfdienstleister.

platform

4. Perfekte Luftqualität für mehr Produktivität

Ein ideales Arbeitsumfeld ist für die persönliche Produktivität von Beschäftigten ein entscheidender Faktor. Die Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und der CO2-Gehalt beeinflussen stark wie produktiv und konzentriert Beschäftigte sein können. Schlimmstenfalls macht die sprichwörtliche dicke Luft Anwesende müde und unkonzentriert, was das Risiko für Fehler oder gar Arbeitsunfälle steigen lässt.

Mit Funksensoren behalten Facility Manager die Raumbedingungen immer im Blick. Damit können Sie die Daten für Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2 selbst in weitläufigen Gebäuden lückenlos überwachen. Um Daten der verschiedenen Sensoren einzusehen, reicht ein Blick auf ein Dashboard von Conrad Connect. Entweder greifen Sie auf passende Vorlagen zurück, mit denen Sie die Heizung, Luftbefeuchter und Klimaanlage entsprechend reagieren lassen. Oder Sie richten automatische Benachrichtigungen ein, die entweder Sie oder direkt die Beschäftigten darauf hinweise, dass es Zeit zum Lüften ist. Weil sich die Daten zum Raumklima auch im historischen Verlauf einsehen und analysieren lassen, können Sie leichter Zusammenhänge herstellen und generellen Optimierungsbedarf herleiten.

Die Sensortechnik lässt sich ganz einfach Plug-and-play nachrüsten und mit smarten Regeln verknüpfen. Sie müssen weder Kabel verlegen, noch brauchen Sie technisches Vorwissen dafür. Dadurch steigern Sie auf kostengünstige und effiziente Weise das Wohlbefinden der Beschäftigten, erhöhen die Produktivität des Unternehmens und reduzieren die Betriebskosten.

 

air quality

5. Service on demand: Dienstleistungen und Nachschub mit smarten Knöpfen ordern

Schon in normalen Zeiten ist es sinnvoll, Betriebsabläufe durch digitale Prozesse zu flexibilisieren. Jetzt, wo die Gebäudenutzung durch Corona nicht so gleichmäßig erfolgt, wie gewohnt, bietet es noch mehr Vorteile. So empfiehlt es sich, Dienstleister bedarfsorientiert statt in festgelegten Abständen anzufordern. Das Gleiche gilt für die periodische Bestellung von Ersatzprodukten. Der Einsatz von IoT-Funkknöpfen erleichtert dies.

smart button

 

Per Knopfdruck bestellen Sie mit diesen Smart Buttons etwa die Gebäudereinigung, wenn der Verschmutzungsgrad es tatsächlich erfordert. Schließlich ist es unnötig, die Büroräume oder Besprechungsräume zu säubern, obwohl viele Beschäftigte sie derzeit nicht benutzen, weil sie von zu Hause arbeiten. Auch für die Zeit nach Covid-19 ist es sinnvoll, den Reinigungsplan nicht mehr in fixen Intervallen zu organisieren. So trägt es zu höherer Zufriedenheit bei Mitarbeitern und Kunden bei, wenn sich jemand umgehend um den Schneematsch kümmert, bevor dieser in der Auslegware eintrocknet.

IoT-Funkknöpfe bieten sich ebenfalls für die bedarfsorientierte Bestellung im Internet an – das sogenannte Smart Ordering. Immer in den gleichen Abständen und Mengen Toner für den Bürodrucker, Müsli oder Geschirrspülreiniger für die Personalküche zu ordern, ist überflüssig, wenn die Vorräte noch voll sind. Mit einem Smart Button lösen Sie den Bestellvorgang einfach dann aus, wenn Nachschub erforderlich ist und auch wirklich verwendet wird.

Welchen Dienstleister ein Knopfdruck benachrichtigt, bestimmen Sie in Ihrem Konto auf Conrad Connect. Über hinterlegte Nummern und Adressen erreichen die Aufträge umgehend die richtigen Empfänger – sei es per E-Mail, SMS oder WhatsApp. Damit diese wissen, was zu tun ist, können Sie Nachrichten formulieren, die beim Knopfdruck übermittelt werden. Auf die gleiche Weise verknüpfen Sie mit einem Knopfdruck die Bestellung eines bestimmten Artikels bei einem Online-Händler.

Carconnect SoS

6. Besserer Gebäudeschutz mit smarter Zutrittskontrolle

Insbesondere bei weitläufigen Liegenschaften muss das Facility Management viele Zugänge im Blick behalten. Ob die Türen und Fenster geschlossen oder geöffnet sind, überwachen Sie aus der Ferne mit Funksensoren. Schlagen die Sensoren zu Zeiten an, in denen eigentlich niemand anwesend sein sollte, erhalten Sie von Conrad Connect eine Nachricht an eine hinterlegte Adresse. Die Sensoren lassen sich einfach nachrüsten. Eine lange Batterielaufzeit und reichweitenstarke Funktechnologie ermöglichen auch dort einen Einsatz, wo Kabel zu verlegen keine Option ist.

Zusätzlich können Sie Ihr smartes Sicherheitskonzept um digitale Schließsysteme erweitern. Dabei stellen Sie eine beliebige Anzahl von Zweitschlüsseln in Form von Zugangscodes oder codierten Plaketten an Mitarbeiter, Dienstleister und Besucher aus. Dadurch sind verlorene Schlüssel kein Risikofaktor mehr. Sie können Zugangscodes nämlich einfach deaktivieren.

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Das Thema Zutrittskontrolle hat in Zeiten von Covid-19 noch eine zusätzliche Bedeutung erhalten. Dabei geht es nicht darum, den Zutritt an eine Berechtigung zu knüpfen, sondern eine Höchstzahl von Anwesenden nicht zu überschreiten. Zu diesem Zweck Sicherheitspersonal abzustellen und die Zahl der Besucher auf Strichlisten zu notieren, ist umständlich und fehleranfällig.

Viel genauer und ohne Personaleinsatz lässt sich die Einlasskontrolle regeln, wenn smarte Technik sie automatisiert. Dabei erfassen Sensoren, wenn und in welche Richtung sich etwas bewegt. Diese Messdaten analysiert Conrad Connect auf Cloud-Servern in Echtzeit und berechnet, wie viele Menschen sich gerade in einem Gebäude befinden. Das Ergebnis schickt die Plattform aus der Cloud zurück an die Technik vor Ort und gibt es in Form eines leicht verständlichen Hinweises auf einem Display am Eingang aus. Ist etwa die maximal mögliche Zahl an Menschen im Gebäude erreicht, fordert die digitale Einlasskontrolle nachfolgende Besucher auf: „Bitte warten.“

smart door solution

7. Digitaler Raumplaner: Alle smarten Sensoren auf einen Blick

Die genannten Beispiele verdeutlichen, dass jedes smarte Konzept im Facility Management mit dem Einsatz von Sensoren beginnt. Mit einem digitalen Grundriss finden Sie sehr einfach den kürzesten Weg zu einem Sensor, wenn Sie etwa einen Alarm prüfen oder die Batterie wechseln wollen.

Conrad Connect Floor Plan

Eine entsprechende Orientierungshilfe können Sie mit dem neuen Raumplaner-Service von Conrad Connect erstellen. Besonders leicht geht das, wenn Sie vorhandene Grundrisse aus der populären App Roomle zu Ihrem Konto bei Conrad Connect importieren. Anschließend platzieren Sie Ihre mit Conrad Connect verknüpften und im jeweiligen Raum montierten Sensoren auf dem Grundriss.

Roomle integration

Verwenden Sie Roomle nicht, legen Sie ganz einfach mit dem Raumplaner-Service von Conrad Connect einen neuen Grundriss für den Raum Ihrer Wahl an. Laden Sie zunächst einen Grundriss hoch und schon kann es losgehen. Per Drag and Drop legen Sie ganz einfach Ihre smarten Geräte an der richtigen Stelle im Raumplaner ab. Wenn Sie den Sensoren Farbcodes zuweisen, machen Sie es sich noch leichter, auf einen Blick den Schaltzustand ablesen zu können.

Premium- und Professional-Kunden von Conrad Connect nutzen den Raumplaner-Service uneingeschränkt ohne zusätzliche Kosten. Nutzer des Starter-Tarifs buchen ihn einfach hinzu.

Video

Fazit

Das Internet of Things bietet Facility Managern viele Anwendungsbereiche und Vorteile. Mit Conrad Connect starten Sie kostengünstig ins IoT und bauen den Einsatz von Sensoranwendungen bei Bedarf höchstmöglich flexibel aus. Alle genannten Sensoren sind in Bestandsgebäuden nachrüstbar. Das Ökosystem von Conrad Connect ermöglicht Ihnen dabei, Technik verschiedener Hersteller gemeinsam zu verwenden. Statt verschiedene Insellösungen zu verwalten, haben Sie alle Anwendungen auf einem zentralen Dashboard im Blick. Dadurch verschlanken Sie nicht nur unmittelbar Ihre Prozesse, sondern profitieren durch fundierte Datenanalysen auch von langfristigen Kostenvorteilen.

Welchen Bereich des Gebäudeverwaltung wollen Sie digitalisieren? Starten Sie mit Conrad Connect jetzt in die Zukunft des Facility Managements.