Das IoT zum Sprechen bringen: Datenvisualisierung leicht gemacht

Das Internet of Things (IoT) macht Ihr Leben deutlich angenehmer. Nicht nur wegen der vernetzten Dinge, die vieles automatisch für Sie erledigen, was Ihnen früher jede Menge Handgriffe abverlangte. Sondern auch wegen der aufschlussreichen Informationen, die die Technik quasi nebenbei erhebt. Damit besitzen Sie einen riesigen Wissensschatz, der sich mit modernen Tools zur Visualisierung heben lässt. Dieser enthält wertvolle Erkenntnisse, anhand derer Sie Ihre Fitness, Gesundheit und Ihren Energieverbrauch verbessern können. Auch die Sicherheit rund um Ihr Smart Home behalten Sie dank Datenvisualisierung noch viel besser im Griff. Wir zeigen Ihnen, wie Ihnen dies mit smarten Geräten und Diensten in Verbindung mit Conrad Connect einfach und elegant gelingt.

Tools zur Visualisierung einfach einrichten und verwenden

Welche Informationen die Sensoren Ihrer Geräte zu Tage fördern, finden Sie in der Regel in der dazugehörigen App des Herstellers. Doch je mehr Geräte ihren Dienst in Ihrem Smart Home verrichten, desto mehr Software müssen Sie dafür zu Hand nehmen. Angesichts großer Datenmengen geht schnell die Übersicht verloren. Außerdem befinden sich die Informationen ja meist in unterschiedlichen Datensilos. Das erschwert es Ihnen, Querbezüge und somit übergeordnete Zusammenhänge herstellen. Abhilfe schaffen spezielle Tools zur Visualisierung. Damit können Sie im Kleinen die Vorteile von Big Data nutzen. Keine Sorge, was kompliziert klingt, ist wirklich einfach zu bedienen.

Behalten Sie Ihre Daten zum Beispiel übersichtlich und anschaulich mit Dashboards auf Conrad Connect im Blick. Wollen Sie hingegen neue Erkenntnisse aus der Analyse von Daten im historischen Verlauf oder im direkten Vergleich gewinnen, bietet sich Google Sheets an. Wenn Sie sich stattdessen einfach nur aktuelle Hinweise zu bemerkenswerten Ereignissen wünschen, ist beispielsweise das Display von LaMetric Time eine wertvolles Instrument. All diese hilfreichen Tools stehen Ihnen mit Conrad Connect offen.

Datenvisualisierung mit Dashboards

Während im Auto das Armaturenbrett zur Visualisierung dient, übernimmt dies im Internet of Things das sogenannte Dashboard. Auf dieser Übersichts-Webseite können Sie alle Sensordaten von Geräten und Diensten visualisieren lassen, die Sie mit Conrad Connect verknüpft haben. 

Conrad Connect_Dashboard_Laptop
Auf dem Conrad Connect Dashboard lassen sich alle Information, die Ihre Geräte liefern und die Sie in der Übersicht sehen möchten, so anordnen, wie es für Sie am meisten Sinn macht.

 

Ordnen Sie dazu die Informationen nach Belieben als eigene Mini-Fenster an – sogenannte Widgets. Wie Sie Dashboards erstellen und gestalten erfahren Sie ausführlich in diesem Blog-Post. Doch zum schnellen Verständnis fassen wir hier fünf Einsteiger-Tipps über Dashboards auf Conrad Connect zusammen: 

  • Profitieren Sie von der Flexibilität der Übersichtsseite und kombinieren Sie entweder Widgets aus nur einem oder so vielen Themenbereichen wie Sie mögen. Ihr Dashboard, Ihre Regeln!

  • Teilen Sie das Dashboard oder einzelne Widgets per Link mit Familie, Kollegen und Freunden – selbst, wenn diese noch keine Nutzer von Conrad Connect sind. Die Linkfreigabe lässt sich bei Bedarf jederzeit widerrufen.

  • Sperren Sie ein Dashboard, wenn Sie es zum Beispiel auf einem Fernseher oder einem Display im Büroflur oder in einem öffentlichen Raum anzeigen. Das ist beispielsweise praktisch, wenn Geräte ausschließlich über einen zuständigen Mitarbeiter oder das Facility Management gesteuert werden, andere Mitarbeiter jedoch Einblick in die Daten bekommen sollen.

  • Ändern Sie die Farben der Widgets, um thematisch unterschiedliche Bereiche klarer voneinander zu trennen. Solche Anpassungen in der Darstellung helfen, die Informationen schneller zu erfassen und daher besser zu verstehen.

  • Vergrößern Sie Ihre Datenzentrale ganz einfach mit Premium-Services, wenn Sie mehr Platz brauchen. Beispielsweise können Sie drei weitere Dashboards und Platz für bis zu 30 Widgets auf allen vier Dashboards freischalten. Wünschen Sie sich zur besseren Visualisierung einen historischen Datenverlauf, der länger als drei Monate zurückgeht, erweitern Sie die Zeitspanne einfach auf bis zu zwölf Monate.

Datenvisualisierung mit Google Sheets

Tabellen-Tools sind für viele Wissensarbeiter täglich genutzte „Brot- und Butter“-Anwendungen im Büro. Wer hätte mal gedacht, dass sich ein Cloud-Dienst wie Google Sheets zu einem Geheimtipp für Automatisierung und Analyse im Internet of Things entwickelt? Wie Sie Ihren Account bei Google Sheets mit Conrad Connect verknüpfen und dann in eigene Projekte einbinden, fassen wir für Sie in diesem Blog-Post zusammen.

 

 

 

Create a Fitness competition with Friends
Das Projekt "Create a Fitness competition with Friends" dokumentiert Daten in Google Sheets und verschickt gleichzeitig SMS zu definierten Zielerreichungen.

 

My Environment and Health Report
Im Projekt "My Environment and Health Report" werden unterschiedliche Gesundheitsdaten in Tabellen gesammelt.

Für einen besonders schnellen Einstieg können Sie stattdessen jedoch einfach vorhandene Projektvorlagen übernehmen, die die Community von Conrad Connect mit Ihnen teilt. Hier eine Auswahl:

Google Sheets und Fitness

Fitnesstracker sind für viele Sportler als Ansporn nicht mehr wegzudenken. Noch mehr Spaß bereitet es, sich mit anderen zu messen. Selbst wenn Ihre Trainingspartner Modelle einer anderen Marke verwenden, ist das kein Problem.

fitbit_Garmin_Polar Fitness Data in Google Sheet

Denn bei der Projektvorlage für eine Fitness Competition fließen die erreichten Aktivitätswerte automatisch in ein Tabellendokument von Google Sheets ein. So können alle beteiligten „Rivalen“ mit einem Blick auf das Dokument sehen, wo sie stehen (oder ob sie eben lieber nicht „stehen“ bleiben sollten). Voreingestellt sind Zugänge zu Fitnesstrackern von Fitbit und Garmin. Sie können alternativ auch Modelle von Polar und Withings (zwischenzeitlich Nokia) hinzufügen. Für den Fall, dass Sie mal die Fitnesstracker-Marke wechseln, aber alle historischen Daten behalten möchten, können Sie ein Aktivitätsarchiv anlegen. Die Projektvorlage ist für Fitbit-Modelle erstellt worden, lässt sich aber mit wenigen Klicks so bearbeiten, dass die von Ihnen genutzte Marke berücksichtigt wird.

Google Sheets und Gesundheit

Wenig Bewegung, schlechte Luft und viel Lärm schaden auf lange Sicht der Gesundheit. Mit dieser Projektvorlage lassen Sie Daten von Sensoren für Luftqualität und Raumgeräusche sowie von Ihrem Fitnesstracker von Conrad Connect in einer Tabelle dokumentieren.

Erhöhter Ruhepuls
Das Projekt "Erhöhter Ruhepuls" kann helfen das Herzinfarktrisiko zu verringern, indem der Blutdruck erfasst und importiert wird und eine Benachrichtigung bei erhöhtem Ruhepuls geschickt wird.

 

Ein solcher Umgebungscheck kann Ihnen helfen, ungünstige Umwelteinflüsse zu identifizieren und ihnen entgegenzuwirken.  Daten von Fitnesstrackern, Fitnesswaagen und anderen smarten Gesundheitsgeräten für Zuhause ersetzen keine ärztliche Diagnose – aber erleichtern sie. Mit diesem und diesem Projekt zeichnen Sie Ihre Puls- und Blutdruckwerte in einer Verlaufstabelle auf. Entweder Sie übergeben dieses Dokument in aktueller Fassung Ihrem Arzt oder geben Ihm online Zugriff darauf. Das ermöglicht dem Mediziner ein besseres Verständnis Ihres Gesundheitszustandes.

Google Sheets für das Klima im und ums Haus

Wer sich gern bei der Gartenarbeit austobt und anschließend im Grünen entspannt, möchte nicht, dass ihn die ungünstige Witterung um die Früchte der Mühe bringt.

Mobile Alerts Temperature and Humidity Sensors Logged to Google Sheets
Das Projekt "Mobile Alerts Temperature and Humidity Sensors Logged to Google Sheets" zeichnet alle Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte in Google Shets auf.

 

Schwanken Temperatur oder Luftfeuchtigkeit stark, können Ihre Pflanzen darunter leiden. Möglicherweise entgeht Ihnen das. Lassen Sie daher Sensoren diese Werte überwachen und dann automatisch in Tabellendokumente eintragen. Ein Projekt, bei dem die Außentemperatur aufgezeichnet wird, finden Sie hier. Im Vergleich dazu dokumentiert dieses Projekt zusätzlich die Luftfeuchtigkeit. Geht es darum, die Temperatur innerhalb des Hauses im Blick zu behalten, hilft Ihnen dieses Projekt weiter. Die Informationen daraus können aufschlussreich sein, wenn Sie die Wirksamkeit der Dämmung prüfen oder sich fragen, ob es kühl oder warm genug für Großeltern, Haustiere oder das Baby ist.

Google Sheets für Sicherheit und Energie

Wenn Sie ein Sicherheitskonzept für das Haus entwickeln, kann ein Überblick über die Tür- und Fensteröffnungen helfen. Ist das Fenster geöffnet, warnt Sie dieses Projekt mit einer E-Mail und hält das Ereignis in einer Tabelle fest. Ein weiteres Projekt kombiniert dies zusätzlich mit einer Alarmfunktion, sofern alle Bewohner das Haus morgens verlassen haben

Fresh Energy Tagesenergieverbrauch
Mit der Projekt-Vorlage "Fresh Energy Tagesenergieverbrauch" können Sie den Energieverbrauch von unterschiedlichen Geräten in Google Sheet gesammelt dokumentieren.

 

Mit einer Visualisierung können Sie außerdem weitere Informationen darüber gewinnen, welche Ihrer Geräte Energiefresser sind und wann der erhöhte Verbrauch für gewöhnlich auftritt. Voreingestellt für Homematic-IP-Sensoren sind diese und diese Projektvorlagen. Verwenden Sie einen Smart Meter, also einen intelligenten Zähler, von Fresh Energy, finden Sie dafür eine Vorlage für den Tagesverbrauch und eine für den Monatsverbrauch.

Datenvisualisierung mit LaMetric Time

Möglicherweise brauchen Sie keine Verlaufsansicht und keine tiefergehende Analyse. Stattdessen wünschen Sie sich einfach nur eine grafische Darstellung eines bemerkenswertes Ereignisses in Echtzeit. Dann schlägt die Stunde für LaMetric Time

Die vernetzte Uhr mit Digitaldisplay kommt im Formfaktor eines Radioweckers – ist aber so viel mehr als das. So zeigt die interaktive Grafik des Displays Ihnen auf Wunsch zum Beispiel Ihre wachsende Zahl an Facebook-Followern, neue Shop-Verkäufe und vieles mehr an. 

Ganz konkret kann Ihnen die Visualisierung mit LaMetric Time im aktuell heißen Sommerwetter dabei helfen, die Temperaturen im Garten und Haus im Blick zu behalten. Dieses Projekt warnt Sie, wenn es Zeit ist, die Pflanzen zu gießen. Und ein weiteres Projekt ermöglicht Ihnen, die Temperatur in allen Räumen mit Tado-Thermostat und Wetterstationen von Mobile Alerts (oder einem anderen Temperaturfühler) als durchlaufende Info auf LaMetric Time anzeigen zu lassen.

Lametric Office Wetter informationen
Datenvisualisierung mit LaMetric Time kann beispielsweise die aktuelle Wetteranzeige sein, oder auch die Wettervorhersage der nächsten zwei Stunden. Sie könenn sich aber auch Ihre zurückgelegten Schritte oder den Stromverbrauc bestimmter Geräte anzeigen lassen.  

 

Doch den Informationen, mit denen sich die vernetzte Uhr füttern lässt, sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Denn über den Maker Aktor im Projekteditor von Conrad Connect können Sie alle Datenquellen einbinden, die per Schnittstelle eine HTTP Web Request unterstützen. So flexibel geht Datenvisualisierung mit LaMetric Time und Conrad Connect!

Mit Datenvisualisierungs-Tools holen Sie mehr aus Ihrem Smart Home oder Smart Office heraus. Einfach mehr wissen! Viel Spaß mit den buchstäblich “smarten” Projekten von Conrad Connect!