Mit dem Internet of Things halten smarte Apotheken ihre Arzneimittel immer kühl

Wer eine Apotheke führt, achtet aus gutem Grund darauf, Medikamente stets ausreichend kühl zu lagern. Denn halten sie die Temperatur nicht, leidet ihre Qualität. Sie helfen den Patienten nicht mehr so, wie sie es sollten, und sind reif für den Sondermüll. Solche Schäden lassen sich vermeiden, wenn Apotheker die Kühlkette von Arzneimitteln nicht mehr mit nur Augenschein, Stift und Papier, sondern mithilfe von Sensoren und Algorithmen automatisiert überwachen. So funktioniert’s.

Temperaturüberwachung
Die smarte Temperaturüberwachung schafft mehr Komfort und Sicherheit im Apothekenbetrieb.

Warum Apotheken die Temperaturkontrolle automatisieren sollten

Apotheker müssen garantieren, dass sie Arzneimittel in jedem Fall nicht über 25 Grad lagern. Das schreibt die Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) vor. Viele Medikamente benötigen laut Arzneibuch deutlich niedrigere Temperaturen. Statt bei Raumtemperatur lagern etliche Medikamente daher zwingend im Kühlschrank. Bei einer Revision prüft die Apothekenaufsicht, ob Inhaber diese Vorschrift einhalten.

Bis heute lesen dazu in vielen Apotheken Beschäftigte die Temperaturen ein- bis zweimal am Tag von batteriebetriebenen Minimum-Maximum-Thermometern ab. Anschließend tragen sie die Werte händisch in eine Liste ein.

Das ist nicht nur aufwendig, sondern birgt auch ein Risiko. Denn ist in der Zwischenzeit etwa die Kühlschranktür nicht richtig geschlossen oder fällt die Klimaanlage an anderen Lagerorten aus, läuft das Apothekenteam Gefahr, dies erst bei der nächsten Kontrolle oder nur zufällig zu entdecken. Prüft niemand die Lagerung an Wochenenden und Feiertagen, bleiben zu hohe Temperaturen rund um die Medikamente möglicherweise viel zu lange unentdeckt.

Ob die Kühlkette unterbrochen wurde, sieht man den Medikamenten oft nicht an. Müssen Apotheken die Arzneimittel daher vorsorglich vernichten, geht der Schaden insbesondere bei teuren Präparaten schnell in die Tausende. Deshalb ist es so wichtig, die Lagerung kontinuierlich zu kontrollieren, um folgenreiche Kühlausfälle zu vermeiden.

Nötig ist es nicht mehr, diesen Prüfaufwand manuellen zu betreiben und das Risiko unterbrochener Kühlketten einzugehen. Die Digitalisierung eröffnet Apothekern neue Wege. Wenn sie die Temperaturen gelagerter Arzneimittel mithilfe von funkfähigen Sensoren und Software mit Alarmsystemen kontrollieren und dokumentieren lassen, sparen sie sich Zeit und Arbeit und beugen hohen Sachschäden vor.

 

So hält die Digitalisierung Arzneimittel stets kühl

Apotheker benötigen nicht viel Technik, um die Temperaturen der gelagerten Arzneimittel im und außerhalb des Kühlschranks automatisiert zu überwachen. Dazu platzieren sie an gewünschter Stelle Temperatursensoren, die mit Funkchips ausgestattet sind. Dadurch können sie ihre Messwerte zu einem Cloud-Dienst übertragen. Somit wird der Temperaturverlauf an den Lagerorten der Arzneimittel ohne weiteres Zutun kontinuierlich und in kurzen Intervallen protokolliert. Anders als viele herkömmliche Thermometer speichern die Geräte die Messwerte für einen gewissen Zeitraum. Deshalb nennt man sie auch Temperatur- oder Datenlogger. Sofern Batterien die gewählten Modelle mit Energie versorgen, funktionieren die Sensoren selbst während eines Stromausfalls.

Conrad Connect Dashboard
Alles im Blick an jedem Ort: Das Conrad Connect Dashboard.

 

Und geht doch mal der Kühlschrank kaputt oder etwas anderes schief, erleichtert ein Alarmsystem des Cloud-Dienstes, Apotheken sofort einzugreifen. Denn über- oder unterschreiten die Sensorwerte vorgegebene Temperaturgrenzen, informiert eine SMS oder E-Mail darüber. Auf diese Weise profitieren Apotheken vom Prinzip des Internet of Things, in dem Geräte und Dienste ehemals notwendige Handgriffe entbehrlich machen. Dadurch können sich die Pharmaziefachleute um Wichtigeres kümmern – die Beratung ihrer Kunden und die Empfehlung der passenden Rezepturen.

 

Automatisiertes Temperatur-Logging mit Conrad Connect Professional

Mit Conrad Connect Professional können Apotheken die Temperatur der Medikamentenkühlung einfach dokumentieren und diese Daten visualisieren. Die IoT-Plattform für Geschäftskunden macht es auf einfache Weise möglich, Geräte und Dienste zu verknüpfen und damit den Prozess vollständig zu automatisieren.

Mit einer einfachen Automatisierungsvorlage von Conrad Connect Professional lassen sich kompatible Raumklimasensoren mit einem cloudbasiertem Tabellenprogramm verbinden. Für den Fall eines Temperaturalarms sind E-Mail-Adressen und Mobilfunknummern hinterlegbar. Den Prozess einzurichten, dauert weniger als eine Stunde. Da es sich um handelsübliche Temperatursensoren handelt, sind die Investitionskosten gering.

Alle Messdaten werden revisionssicher und ApBetrO-konform dokumentiert. In einer Übersicht im Browser, dem Dashboard, sind die Daten für alle berechtigten Apothekenmitarbeiter einsehbar. Dadurch kann das Apothekenteam die Temperaturen der gelagerten Arzneimittel jederzeit in Augenschein nehmen – muss es aber nicht. Denn erfordert die Lagerung wegen zu hoher oder zu niedriger Temperatur ein Eingreifen, macht die Benachrichtigungsfunktion von Conrad Connect Professional darauf aufmerksam.

Auf diese Weise sparen Apotheken Zeit, behalten alles im Blick und können jederzeit gezielt reagieren.

Noch mehr Effizienzpotenziale mit Conrad Connect Professional heben

Die Medikamentenkühlung ist nicht der einzige Betriebsablauf einer Apotheke, der sich mit dem Internet of Things automatisieren lässt.

Automatisierungsvorlagen auf Conrad Connect Professional ermöglichen zum Beispiel auch, den Energieverbrauch zu reduzieren. Mit sensor- und zeitgesteuerten Routinen lassen sich die Kosten für Strom und Heizenergie senken – um bis zu 30 Prozent. Ferner trägt die automatische Steuerung durch das Internet of Things dazu bei, ein optimales Raumklima im Verkaufsraum zu schaffen. Ideale Temperatur, Luftqualität, Beleuchtung und mehr – Kunden und Beschäftigte werden es danken.

Wie kann das Internet of Things Ihre Apotheke effizienter und nachhaltiger gestalten? Probieren Sie es 30 Tage lang kostenlos mit Conrad Connect Professional aus!

 


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Mehr Zeit und Sicherheit,
durch smarte Automation

Automatisieren Sie die Dokumentation und Überwachung Ihrer Medikamentenkühlung nach Apothekenbetriebsverordnung (ApBetrO). So sparen Sie Zeit, behalten alles im Blick und können jederzeit gezielt reagieren.