Praxisbeispiel: Wie Mittelständler sich mit dem IoT richtig digitalisieren

Dieses Praxisbeispiel zeigt, wie KMU die Digitalisierung ihrer Fertigung pragmatisch und kosteneffizient mit dem Internet of Things gelingt.

Ihre Fertigung mit dem Internet of Things zu digitalisieren, bietet für mittelständische Betriebe viel Potenzial. Wenn vernetzte Sensoren automatisch vor technischen Problemen an den Anlagen warnen, können Mittelständler viel leichter Ausfällen vorbeugen, die Kapazitätsplanung verbessern und dadurch die Produktivität insgesamt erhöhen. Dies lässt sich inzwischen auch mit den Budgets und Ressourcen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) realisieren, wie das Beispiel von Bornemann Gewindetechnik anschaulich zeigt. 

Mit kostengünstiger Sensor-Hardware und den intelligenten Funktionen der IoT-Plattform Conrad Connect, hat es einen Teil des vorhandenen Maschinenparks ganz schnell und einfach „smart gemacht“. Schon dieser kleine Schritt spart dem Unternehmen jährlich tausende Euro. Auf welche pragmatische wie effiziente Weise das KMU diesen Mehrwert erzielt, erfahren Sie hier.

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Herausforderung smartes Produktionsmanagement

Bornemann Gewindetechnik aus Delligsen in Südniedersachsen ist ein klassischer „Hidden Champion“. Mit über 60 Beschäftigten fertigt das Unternehmen an einem ländlichen Standort hoch individuelle Gewindespindeln und Gewindekomponenten für die Produktionsmaschinen von Weltkonzernen.

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Um die Marktposition als spezialisierter Qualitätslieferant zu bewahren und auszubauen, setzt der geschäftsführende Gesellschafter Moritz von Soden zunehmend auf vernetzte Anwendungen des Internet of Things: „IoT wird für den Maschinenbau spätestens in fünf bis zehn Jahren ein Schlüsselfaktor sein. Wer jetzt schon damit beginnt, investiert in die Zukunft.“ 

Aus dieser Überzeugung heraus hat Bornemann Gewindetechnik begonnen, die eigene Fertigung mit Sensoren, Funktechnik und Algorithmen zu modernisieren. Mit ihrer Hilfe sollen die Maschinen von selbst mitteilen, falls sie wegen einer Problemklärung oder einer Umrüstung stillstehen. Wenn die intelligente Technik diese Daten dem Manufacturing Execution System (MES) des Betriebs schickt, kann die MES-Software die Auftragsverteilung besser planen. Außerdem muss kein Personal mehr kontrollieren, ob alles läuft.

Lange hat Bornemann Gewindetechnik nach einer solchen IoT-Lösung gesucht. Doch was ihm angeboten wurde, richtete sich von Umfang und Preisgestaltung eher an Großunternehmen – völlig überdimensioniert und unwirtschaftlich für ein KMU. Das änderte sich Anfang 2021, als Moritz von Soden auf Conrad Connect aufmerksam wurde.

Conrad Connect - Bornemann

Der einfache Weg für Mittelständler ins Internet of Things

Conrad Connect stellt passend für die Bedürfnisse von mittelständischen Betrieben IoT-Anwendungen als Platform as a Service in der Cloud bereit. Über eine webbasierte Bedienoberfläche können Kunden bausteinartig eine Vielzahl von Sensoren und Aktoren sowie IoT-Funktionen auswählen. Mit einfach konfigurierbaren Wenn-Dann-Regeln lässt sich die Technik verknüpfen und dadurch automatisieren. Eigene Entwicklungs- und Hostingressourcen brauchen Kunden dafür nicht.

Die Planung und Implementierung dauerten nur wenige Wochen. Dann war die IoT-Technik bei Bornemann einsatzbereit. Seit März 2021 läuft der Testbetrieb an vier Anlagen. Bei drei Maschinen messen IoT-Sensoren anhand unterschiedlicher Eigenschaften, ob die Technik läuft, stillsteht oder womöglich bald eine Entstörung benötigt. Bei einer vierten Maschine kann Bedienpersonal manuell mithilfe eines smarten Funkknopfes weitere Fachkräfte zur Unterstützung anfordern. Anders als zuvor, muss es die Maschine dafür nicht verlassen.

smart button and light

Darüber hinaus sind Sensorzustände und Schaltaktionen zentral auf einem Browser-Dashboard von Conrad Connect einsehbar. Das steigert die Transparenz über die Verfügbarkeit der Maschinen und erleichtert es erheblich, fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen. Dadurch verbessert Bornemann Gewindetechnik auf effektive Weise die Grundlage dafür, die Effizienz und den Ertrag des Unternehmens nachhaltig zu steigern.

Pro-Jahr-Ersparnis vierstelliger Beträge mit jedem einzelnen Use Case

Noch läuft die Testphase. Aber punktuell sind die Vorteile bereits klar messbar. „Allein die ‚Meister-Warnung‘ per Smart Button bietet uns einen deutlichen finanziellen Vorteil. Der Investition im Wert von wenigen hundert Euro steht eine jährliche Ersparnis von mehreren tausend Euro gegenüber, weil Bedienpersonal sich nicht auf Suche nach Entstörungstechnikern begeben muss, sondern die Zeit produktiv an der Maschine einsetzen kann“, rechnet Moritz von Soden vor.

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Wie genau Bornemann Gewindetechnik diese Ersparnis erzielt und alle Details zur verwendeten IoT-Lösung erfahren Sie in der ausführlichen Case Study.

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Schon jetzt steht fest, dass Bornemann Gewindetechnik mithilfe der IoT-Plattform von Conrad Connect weitere Automatisierungsoptionen umsetzen wird. Moritz von Sodens Erfahrungen damit sind sehr positiv. Und das, nachdem er zunächst Bedenken gegenüber Cloud-Diensten hatte. Aus welchen Beweggründen er diesem Technik-Ansatz jetzt positiv gegenübersteht, wie er die Einrichtung und den Betrieb der IoT-Lösung von Conrad Connect bisher erlebt hat und welche Tipps er daraus für andere Maschinenbau-Mittelständler ableitet, verrät er in folgendem Praxisbericht-Video.